Karl Blossfeldt
Karl Blossfeldt geb. am 13.61865 in Schiel/Harz, gest. 9.12.1932 in Berlin war ein Fotograf, der als Vertreter der Neuen Sachlichkeit gilt. Karl Blossfeldts fotografische Aufnahmen zeigen natürliche Formen, vorwiegend Pflanzen. Botanische Begeisterung und künstlerische Präsentation vereinen sich in seinem Werk. Als junger Mann lernte er als Modelleur und Bildhauer in einer Kunstgießerei und verwendete bereits damals Blätter als Vorlage für Verzierungen. Während eines zeichnerischen Studiums begann er mit systematischer Fotoarbeit an Pflanzen.In den letzten 10 Jahren seines Lebens war Blossfeldt Professor an der Kunstakademie in Berlin. 1928 erschien das Buch "Urformen der Kunst", 1932 noch der Bildband „Wundergarten der Natur“.Die Natur wird als „Lehrmeisterin“ für Kunst und Technik in einer Art fotografischem Herbarium ipräsentiert
Die Fotos zeigen Pflanzenteile, vorwiegend Blätter und Blüten krautiger Pflanzen sowie pflanzlicher Entwicklungsstadien in künstlerischer Schönheit. Die Fotos sind allerdings nie am Wuchsort der Pflanzen, in ihrer natürlichen Umgebung, sondern im Atelier entstanden.
Blossfeldt sah seine Fotografien vowiegend als Unterrichtsmaterial und als bestes Hilfsmittel für Herausarbeitung von Pflanzendetails. Die Fotografien wurden zu Unterrichtszwecken an die Wand projiziert und dienten als Vorlage für Zeichenübungen.
Die Symmetrie und Geometrie der Pflanzen, die Einfachheit und die Vielfalt, in jedem Fall die Einzigartigkeit der Objekte werden deutlich. Die Bilder Karl Blossfeldts führen immer wieder zum Erstaunen oder gar Entzücken über die Ausdrucksweise der Natur. Der Blick auf die Natur und ihre Details wird geschärft. Meine eigene Erfahrung ist, dass nach der Beschäftigung und dem Betrachten von Blossfeldts Fotos bei den nächsten Kontakten mit der Natur die Formen stärker auffallen. Die Beziehung zur Natur wächst.
In dem Vorwort zu „Wundergarten der Natur“ schreibt Blossfeldt:
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Die „Bilddokumente“ sprechen für sich... „Meine Pflanzenurkunden sollen dazu beitragen, die Verbindung mit der Natur wieder herzustellen. Sie sollten den Sinn für die Natur wieder wecken, auf den überreichen Formenschatz in der Natur hinzuweisen und zu eigener Beobachtung unserer heimischen Pflanzenwelt anregen.“